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Kündigung der Pachtverträge – Treffen der Fraktionsvorsitzenden und Verwaltung
Montag, 21. März 2011
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Menge,
das gemeinsame Treffen des Bürgermeisters mit Mitarbeitern der Verwaltung, Herrn Rechtsanwalt Meiners sowie den Fraktionsvorsitzenden am 02.03.2011 hat überraschende Erkenntnisse gebracht und weitere Fragen aufgeworfen, die einer juristischen Klärung bedürfen und zudem nicht nur haushaltsrechtliche Probleme, sondern auch Fragen der strafrechtlichen Relevanz und politischen Verantwortung aufwerfen.
Unsere Fragen:
| 1. | Laut Mitschrift vom 02.03.2011 hat Herr Rechtsanwalt Meiners erklärt, Skodell habe vertragswidrig für beide Hallen keine Haftpflicht- und Inventarversicherung mehr abgeschlossen mit der Folge, dass die Risiken beim Publikum gelegen haben. | ||||
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| 2. | Zu welchen Sachverhalten und zu welchen Zeitpunkten hat der Geschäftsführer der Stimberg- und Stadthallen GmbH schriftliche Abmahnungen, d.h. schriftliche Aufforderungen zur Erfüllung seiner vertraglichen Verpflichtungen mit Fristsetzung und Androhung rechtlicher Schritte (Kündigungsdrohung), erhalten? | ||||
| 3. | Laut Aussage von Herrn Rechtsanwalt Meiners laufen derzeit gegen die Stimberg- und Stadthallen GmbH Pfändungen über ca. 60.000 Euro. Allein der Mahnbescheid der Höhner (noch aus 2009) belaufe sich inzwischen auf rund 23.000 Euro und der des Sängers Jürgen Drews auf 5.000 Euro. Weiter hat Herr Meiners ausgeführt, Herr Skodell sei insolvenz-antragspflichtig, aber mindestens zahlungsunfähig. | ||||
| Seit wann hat der Bürgermeister Kenntnis von den Pfändungen und der Zahlungsunfähigkeit der Stimberg- und Stadthallen GmbH? | |||||
| 4. | Ist die Stadt jetzt Gläubigerin aufgrund der Rückforderungen von Entgelten und Zuschüssen sowie der ersatzweisen Zahlung der Versicherungen? | ||||
| 5. |
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| 6. |
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| 7. | Laut Aussage von Herrn Rechtsanwalt Meiners vor den Fraktionsvorsitzenden hat Herr Skodell für 2009 Belege vorgelegt, die bewusst falsch waren oder die Bilanz „getäuscht“. Gemeint ist wohl gefälscht. Welche Belege sind hier gemeint, worin bestehen deren Fälschungen und worin besteht die Fälschung der Bilanz für 2009? | ||||
| 8. |
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Wir bitten um eine zeitnahe schriftliche Beantwortung der Fragen, bevor in den zur Zeit zwischen der Stadtverwaltung und Herrn Skodell bzw. seinem Anwalt laut Presse vom 19.03.2011 anstehenden Verhandlungsgesprächen Fakten zum Beispiel durch die Zusage einer Bezahlung noch offener Mahnbescheide (z.B. Künstlergagen) durch die Stadt geschaffen werden.
Wie der Landrat mit Schreiben vom 14.03.2011 mitgeteilt hat, ist ihm die fristlose Kündigung der Pachtverträge nur über die WAZ vom 08.03.2011 bekannt geworden. Damit er nunmehr als Aufsichtsbehörde auf Augenhöhe informiert ist, erhält er umgehend eine Kopie dieses Schreibens.
Angesichts der Vita des Herrn Skodell, „dessen Weg durchaus mit Leichen gepflastert ist (Kommentar der Stimberg Zeitung vom 02.03.2011)“, besteht Anlass, diese Fragen peinlich genau zu beantworten.
Mit freundlichen Grüßen
– Helmut Lenk –
(Fraktionsvorsitzender)
Antwort des Bürgermeisters:
Sehr geehrter Herr Lenk,
bezüglich der Anfragen Ihrer Fraktion vom 21.03.2011 und 04.04.2011 verweise ich ausdrücklich auf die Vorschriften des § 55 der Gemeindeverordnung NRW.
Auskünfte werde ich daher nur im Rahmen dieser Vorschrift erteilen.
Hochachtungsvoll
Menge
Bürgermeister
05.04.2011
Die Stimberg Zeitung schrieb hierzu am 24. März 2011:
„Höhner“ und Jürgen Drews warten noch auf Gage
UWG-Ratsfraktion berichtet von pikanten Details der „Kultur-Vergangenheit“ der städtischen VeranstaltungshallenOER-ERKENSCHWICK. (mü) Nachdem die Stadt die Pachtverträge mit der Stimberg- und Stadthallen GmbH fristlos gekündigt hat, werden nun immer mehr peinliche Details aus der „Kultur-Vergangenheit“ der beiden Hallen bekannt.
Wie die Ratsfraktion der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) in einem Brief an Bürgermeister Achim Menge, der auch der STIMBERG ZEITUNG vorliegt, anmerkt, laufen derzeit laut Aussage des städtischen Rechtsanwalts Meiners gegen die Stimberg- und Stadthallen GmbH Pfändungen über etwa 60 000 Euro.
Demnach würde sich allein ein Mahnbescheid der Kölner Mundartband „Höhner“ inzwischen auf rund 23 000 Euro belaufen. Auch der selbst ernannte „Schlagerkönig von Mallorca“, Jürgen Drews, hat laut UWG-Brief noch rund 5 000 Euro zu bekommen. Die UWG will wissen: Seit wann hat der Bürgermeister Kenntnis von den Pfändungen?
UWG-Fraktionsvorsitzender Helmut Lenk: „Bei dem gemeinsamen Treffen der Verwaltungsspitze mit den Fraktionsvorsitzenden, bei dem die fristlose Vertragskündigung besprochen wurde, wurden nicht nur überraschende Erkenntnisse offenbar, sondern auch viele neue Fragen aufgeworfen.“
So soll der GmbH-Geschäftsführer Klaus Skodell vertragswidrig keine Haftpflicht- und Inventarversicherung abgeschlossen haben, so dass eventuelle Risiken beim Publikum gelegen hätten.
Außerdem soll Skodell laut Stadt-Rechtsanwalt Meiners „falsche Belege“ vorgelegt haben, schreibt die Unabhängige Wählergemeinschaft und bittet den Verwaltungschef um schnelle Aufklärung.
Bekanntlich befinden sich Stadt und Hallen-Manager Klaus Skodell gerade in Verhandlungen, um eine außergerichtliche Lösung in Bezug auf gegenseitige Finanzforderungen zu finden.
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