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„UWG hat Strafanzeige gegen Herrn Skodell erstattet“

- Stellungnahme von Helmut Lenk (Fraktionsvorsitzender der UWG)
und Ursula Weissenbacher (stellvertretende Fraktionsvorsitzende) -
- Stimberg Zeitung 27.04.2011 -


Bericht „Stadt und Klaus Skodell einigen sich nun doch noch“

SZ vom 23. April 2011


Statt einer „Abfindung“ von 200.000 Euro nun ein üppiger „goldener Handschlag“ für Herrn Skodell in Form eines „Vergleichs“, zu bezahlen aus der öffentlichen Steuerkasse. Soll damit dem Inhaber eines privaten Wirtschaftsunternehmens mit Hilfe der Stadt womöglich die Insolvenz erspart bleiben?

Sollen nun die Oer-Erkenschwicker Steuerzahler die laut Stimberg Zeitung vom 24.01.2011 rund 23.000 Euro an die „Höhner“ und rund 5.000 Euro an den Sänger Jürgen Drews zahlen, die beide ihre Auftritte in der rappelvollen Stadthalle hatten und für die sich der Veranstalter doch wohl von allen Besuchern die Eintrittskarten bezahlen ließ? Wo ist dieses Geld geblieben?

Der von der Stadt beauftragte Fachanwalt Herr Meiners hat überzeugend dargelegt, dass die „Vertragsverletzungen durch die Stimberg- und Stadthallen GmbH“ (SZ 19.03.2011) auch hinsichtlich ihrer schadensersatzpflichtigen sowie strafrechtlichen Bewertungen derart schwerwiegend sind, dass nur die fristlose Kündigung der Pachtverträge mit der Skodell-GmbH und kein Vergleich die unabwendbare Konsequenz sein mussten.

Die Rede ist von Untreuehandlungen und dem Verdacht der Insolvenzverschleppung, wie dem offenen Brief an Bürgermeister Menge auf der UWG-Homepage unwidersprochen zu entnehmen ist. Für die UWG-Fraktion zeigt sich daraus weiterer zu klärender Handlungsbedarf. Die UWG hat daher aufgrund der von Herrn Meiners erhobenen strafrechtlichen Vorwürfe über ihren eigenen Fachanwalt für Verwaltungsrecht gegen Herrn Skodell Strafanzeige erstattet.

Die UWG wird auch nicht dem vom Bürgermeister nun doch empfohlenen Vergleich mit Herrn Skodell (SZ 23.04.2011) zustimmen. Sie lässt zunächst vielmehr durch ihren Fachanwalt prüfen, ob sich Bürgermeister und Ratsmitglieder, die dem Abschluss des Vergleichs zustimmen wollen, wegen Untreue strafbar und nach § 43 Absatz 4 der Gemeindeordnung NRW schadensersatzpflichtig machen.





Die WAZ schrieb am 27. April 2011:

UWG erstattet Strafanzeige gegen Pächter

Oer-Erkenschwick. Gegen einen Vergleich mit Stadthallenpächter Klaus Skodell, der vorzeitig die Stimberg- und Stadthalle im Juli räumen soll, rührt sich Widerstand. Die Unabhängige Wählergemeinschaft kündigte an, dem Vergleichsvorschlag im Rat am kommenden Montag, 2. Mai, nicht zuzustimmen. Ferner habe die UWG Strafanzeige u.a. wegen Untreue gegen den Stadthallenpächter erstattet, erklärte gestern Fraktionsvorsitzender Helmut Lenk. Außerdem lässt die UWG prüfen, ob sich Bürgermeister und Ratsmitglieder, die dem Vergleich zustimmen wollen, wegen Untreue strafbar beziehungsweise schadensersatzpflichtig machen.





Die Stimberg Zeitung schrieb am 23. April 2011:

Stadt und Klaus Skodell einigen sich nun doch noch

Hallen-Geschäftsführer will Vergleichsangebot annehmen

OER-ERKENSCHWICK. (mü) Jetzt können die drohenden Gerichtsverfahren rund um die fristlose Kündigung der Pachtverträge für die Stimberg- und die Stadthalle wohl abgeblasen werden. Hallen-Pächter Klaus Skodell hat jetzt doch signalisiert, das städtische Vergleichsangebot anzunehmen und die Hallen bis zum 31. Juli zu übergeben.

Die letztendliche Entscheidung darüber, ob mit dem Vergleich die (Vertrags-)Kuh vom Eis ist, muss aber der Stadtrat fällen. „Ich habe dieses Gremium aufgrund der neuesten Entwicklung zu einer Sondersitzung für Montag, 2. Mai, um 15 Uhr eingeladen“, erklärt Bürgermeister Achim Menge. Einziger – nichtöffentlicher – Tagesordnungspunkt: Die Pachtverträge mit der Stimberg- und Stadthallen GmbH.

Die waren vom Stadtrat bereits Ende Januar fristgemäß zum 30. September 2012 gekündigt worden. Nachdem GmbH-Geschäftsführer Klaus Skodell dann der Stadt einen Mahnbescheid über gut 80 000 Euro wegen angeblich unrechtmäßig einbehaltener Vertragszahlungen ins Haus flattern ließ, entschloss sich die Kommunalpolitik zur fristlosen Kündigung. Zwischenzeitlich hatte Skodell der Stadt angeboten, gegen eine „Abfindung“ von 200 000 Euro das Feld zu räumen.

Die Stadt lehnte ab und legte ihrerseits ein Vergleichsangebot vor. Nachdem Klaus Skodell durch seinen Anwalt, Dr. Wolfgang Wesener, am Dienstagabend noch einmal seine Positionen vertreten ließ, hat der Ältestenrat der Gemeinde sich am Mittwochnachmittag dazu entschlossen, Skodell aus den Hallen zu klagen.

Am späten Mittwochabend erreichte das Rathaus dann aber ein Schreiben von Dr. Wesener, dass Klaus Skodell nun doch bereit sei, das städtische Vergleichsangebot uneingeschränkt anzunehmen. Zu Einzelheiten des Vertrages schweigen beide Seiten. Wie zu erfahren war, beinhaltet der Vergleich aber keinerlei Abfindungszahlungen. „Ich werde dem Rat empfehlen, den Vergleich anzunehmen“, sagt der Bürgermeister.

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